ROMPAR

Förderung der gleichberechtigten Teilhabe junger Sinti und Roma „ROMPAR“
 
Das Projekt hat das Ziel, die gleichberechtigte Teilhabe und die Chancengerechtigkeit junger Sinti und Roma in ihrem Lebensumfeld in Berlin zu fördern. Dieses Ziel soll durch die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements, durch die Stärkung des Selbstwertgefühls junger Sinti und Roma und durch die Förderung der Vernetzungsmöglichkeiten von jungen Sinti und Roma verfolgt werden. 
 
Wöchentlicher Treffpunkt
 
Bereits seit einigen Jahren bietet Amaro Foro einmal pro Woche einen Treffpunkt für junge Sinti und Roma an. Die Jugendgruppe trifft sich jeden Montag zwischen 16 und 20 Uhr in den Räumen von ReachOut in der Hobrechtstraße 83 (Berlin-Neukölln, Nähe U-Bahnhof Hermannplatz). Hier gibt es die Möglichkeit, andere junge Roma und Sinti aus verschiedenen Nationen und mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten zu treffen. Unsere Jugendlichen sprechen Romanes, mazedonisch, rumänisch, bulgarisch, serbisch, italienisch, bosnisch, türkisch, deutsch und englisch. Bei den Treffen gibt es die Gelegenheit, sich untereinander kennen zu lernen, gemeinsam Veranstaltungen vorzubereiten und kreativ zu sein. 
 
Unsere Philosophie
 
Unsere Jugendarbeit basiert auf zwei zentralen Prämissen: Wir nehmen die Jugendlichen so, wie sie sind, richten unsere Angebote nach ihren Wünschen und Fähigkeiten aus und wir bieten einen Raum, in dem es keinen Platz gibt für Diskriminierungen. Hier können die Jugendlichen offen ihre jeweiligen Identitäten ausleben und es herrscht kein Leistungsdruck. Wir fördern, dass sich die Jugendlichen freiwillig so in unsere Arbeit einbringen, wie sie das selbst möchten bei den Themen, die sie interessieren. Außerdem gilt: Arbeit ist immer dann am besten, wenn sie Spaß macht!
 
Unsere Aktivitäten
 
Wir versuchen, gemeinsam regelmäßig kleinere Bildungsveranstaltungen, Filmabende, Lesungen oder kulturelle Events zu organisieren oder uns einzubringen bei größeren Aktivitäten des Vereins (Feier des ersten Weltromakongress am 8. April, Gedenken an den Holocaust zum 2. August, Feiern des Herdelezi-Festes bei einer öffentlichen Feier in der Boddinstraße). Zentral sind dabei vor allem die Themen Diskriminierung und Ausgrenzung, Geschichte der Sinti und Roma, die Bewahrung des Romanes als Sprache, aber auch Möglichkeiten politischer Einflussnahme oder auch Fragen zu (beruflichen) Ausbildungsmöglichkeiten. Daneben unternehmen wir etwa ein Mal im Monat eine gemeinsame Freizeitaktivität (Kino, Minigolf, Grillen, Schwimmen etc.). 
 
Kooperationen
 
Die gleichberechtigte Teilhabe von jungen Sinti und Roma kann nicht primär Aufgabe der Jugendlichen selbst sein. Es ist notwendig, Angebote zu entwickeln, durch die die Jugendlichen sich diskriminierungsfrei einbringen können und tatsächlich gleichberechtigt und chancengerecht behandelt werden. Dies ist in erster Linie Aufgabe von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen. Wir versuchen daher, in diesem Projekt Kooperationen mit Institutionen zu etablieren und zielgruppenspezifische Angebote zu entwickeln. Dies können gemeinsame Theaterprojekte mit anderen Migrant_innengruppen sein, Antidiskriminierungseinrichtungen an Schulen, der Zugang zu politischen Entscheidungsträger_innen, gemeinsame politische Kampagnen mit anderen NGOs und vieles mehr.  
 
Kontakt
Wir sind dauernd auf der Suche nach motivierten Jugendlichen und auch Partner_innen für Kooperationen. Bei Interesse bitte melden bei Álvaro Rodríguez : alvaro@amaroforo.de 
 
 
Gefördert durch: