Projekte

Liste von Projekten, die unser regelmäßiges Wochenprogramm ergänzen:

Aktuelle Projekte

Abgeschlossene Projekte

 

 

Aktuelle Projekte:

In unserem Zeitungsprojekt bilden Kinder eine eigene, demokratisch gewählte Redaktion, verfassen Beiträge zu selbstgewählten Themen und präsentieren sie der Öffentlichkeit.

Unser Zeitungsprojekt soll den Kindern einen Ort geben, an dem ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Meinungsbildungen Wahrnehmung und Anerkennung finden. Es soll den einbezogenen Kindern die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Sprachrohr zu verschaffen, sich als mündig und selbstaktiv zu erleben. In diesem Sinne soll es nachhaltig und längerfristig die Eigenwahrnehmung der Kinder fördern und deren Eigenhandeln stärken.

Als Kinderredaktion sollen die Kinder Formen eigener Demokratieverständnisse erproben und ausarbeiten können (wer darf an der Redaktion beteiligt sein? wie starr/ wie offen ist die Redaktion? wie werden Entscheidungen innerhalb der Redaktion gefällt?).

In ihrer journalistischen Tätigkeit setzen sich die Kinder mit ihrer Umgebung und sie selbst beschäftigenden Thematiken auseinander. Sie können sich damit auch außerhalb des schulischen Unterrichts auf eine andere Weise Bildungsperspektiven eröffnen: Journalistische Tätigkeit kann im Rahmen des Projektes als Form der Wissensproduktion wahrgenommen werden, Schreiben, Recherchieren und Lesen als nützliche Techniken des Ausdrucks eigener Ideen und der Meinungsäußerung.

Gleichzeitig kann das Zeitungsprojekt auch zu einem Medium der Öffentlichkeitsarbeit werden, das die Bedürfnisse und Lebenswelten von Kindern aus Roma-Familien für andere Gesellschaftsbereiche sichtbar werden lässt. Ziel ist damit auch eine antirassistische und antidiskriminierende Arbeit, die aufmerksam auf das ausdifferenzierte und sich nicht auf Stereotype reduzierende Alltagsleben von Kindern aus Roma-Familien macht.

Gefördert von:

stiftung-do

 

 

Innerhalb zwei 8-wöchiger Schwimmkurse erlernen 20 Kinder (jeweils 10), die einen Schwimmkurs nicht selber finanzieren können, das Schwimmen. Sie erleben dabei (körperlich) Erfolg und können an Selbstsicherheit gewinnen. Nach Ende der Schwimmkurse sollen Kooperationen mit Schwimmvereinen aufgebaut werden, in denen die Kinder weiterhin regelmäßig an einem Schwimmtraining teilnehmen können, um die Kinder auch nachhaltig zu fördern.
Die beiden Kurse werden ehrenamtlich von einer Bademeisterin und Schwimmtrainerin geleitet. Sie finden in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark statt. Jeweils zwei Ehrenamtliche von Amaro Foro e.V. begleiten die Kinder auf dem Weg und in der Schwimmhalle.

Die Finanzierung der Schwimmkurse ist für noch nicht gesichert, deswegen freuen wir uns über weitere Spenden!

 

 

Unsicherheit, soziale Konflikte und Erfahrungen von Diskriminierung spielen im Alltagserleben und so auch im Gruppenerleben der am Kinderprogramm von Amaro Foro e.V. teilnehmenden Kinder eine wiederkehrende Rolle. In körperlichen und verbalen Auseinandersetzungen, in reflexiven Gesprächen und im freien Spiel werden Stärke und Schwäche intensiv und verdichtet verhandelt. Gleichzeitig wurden in Körper- und Naturerfahrungen Erlebnisse gesammelt, die von Sicherheit und Geborgenheit geprägt waren.

Aufbauend auf diesen Erlebnissen wollen wir in diesem Jahr in unserem Ferienkurs Ambivalenzenen von Sicherheit/Unsicherheit, Angst/Mut, Anspannung/Entspannung erkunden, erleben und erkennbar machen. Wie und wann können wir uns geborgen fühlen und wie finden wir darin unsere uns eigene Stärke?

In Workshops geben wir auf den Sinneswahrnehmungen basierende Anregungen (z.B. Naturgeräusche erkunden, mit Licht und Schatten experimentieren, Tastsinn erleben usw.) und setzen kleine Projekte um (etwa aus Detail-Fotografien aus der Umgebung ein Memory-Spiel basteln, einen Barfußpfad bauen, eine Klangkomposition komponieren). Die Workshops sollen die Eigenaktivität und Initiative der Kinder fordern: eigenene Ideen werden entwickelt, geplant, umgesetzt und präsentiert. Individuelle Erfahrungen werden in einem Tagebuch gesammelt und gestalterisch festgehalten.

Wir freuen uns sehr über Spenden als Zuschuss für unsere Reise, denn nicht alle Familien können den Teilnahmebetrag von 70 Euro selbst finanzieren und sind teilweise von sozialen Leistungen (Bildungspaket) ausgeschlossen. Jede noch so kleine Spende ist für uns ein ganz besonderer Beitrag!

 

 

 

Abgeschlossene Projekte:

  • Ostseereise: Vom Meer "in Fluss" kommen

Die einwöchige Reise während der Sommerferien 2013 sollte das Lernen von Teambuilding in der Kindergruppe stärken und die Verankerung in Berlin und im Stadtteil Neukölln unterstützen.

Die Ostsee, das „große Wasser“, diente dabei als Metapher für die Vielfalt in der Gruppe. In Teambuiling-Spielen und in der Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Meer sollten Miteinander und Vielfalt erfahren und alternative Konfliktlösungen erprobt werden.

Anschließend sollte mit der Ergründung von Wasserwegen (und eigenen Spuren) an der Spree, am Müggelsee und am Neuköllner Schiffahrtskanal eine gemeinsame Ankunft in Berlin und im Kiez stattfinden und die Identifikation mit der Stadt und dem Stadtteil gefördert werden.

Geichzeitig sollte im täglichen Miteinandern auch der Alltagswortschatz erweitert und gestärkt werden, der für eine Integration im Kiez und seine Bildungseinrichtungen unabdingbar ist.

 

 

 

In unserem think big Projekt „Perspektiven eröffnen – Umgebung erkunden“ ging es 6 Monate lang auf Erkundungstour in Berlin: Wir waren im Wasser (Freibad), in der Luft (Fernsehturm, Kletterwand), im Grünen (Familien-Bauernhof, Park) und im Urbanen (Quiz-Stadttour) und manchmal konnten wir auch über den Tellerrand hinausblicken (z.B. in den Gärten der Welt oder im Ethnologischen Museum).

Mit unseren Ausflügen wollten wir den Kindern ihre Umwelt in neuem Kontext erfahrbar machen, Möglichkeiten der situativen Bezugnahme bieten, Handlungsspielräume eröffnen und Neugierde wecken. Sie sollten den Kindern „eine Tür zur Welt“ zeigen und ihnen ermöglichen diese „selbst zu öffnen“.

Viele der Orte, die wir mit den Kindern besucht haben, sind für sie im täglichen Leben aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Familien nicht erreichbar. Diese Erlebnisse sind nun nachhaltige Erinnerungen der Kinder und werden von Ihnen auch nach langer Zeit noch thematisiert.

Andere besuchte Orte liegen im direkten Wohnumfeld, hier liegen kleine Hürden des Entdeckens und Ankommens verborgen, die wir gemeinsam mit den Kindern begehen konnten.

Toll ist, dass die Kinder begonnen haben eigene Ideen zur Fortsetzung des  Projektes zu entwickeln. Dies zeigt uns, dass die Kinder an Vertrauen in die eigene Handlungsplanung und Kreativität gewonnen haben.

Gefördert von:

Think Big Logo

 

 

für Kinder aus neuzugezogenen Roma-Familien

Während der Begleitung der Kinder in unserem Programm und in Gesprächen mit LehrerInnen und Eltern wurde deutlich, dass vielen Kindern Anschlussmöglichkeiten an den regulären Mathematikunterricht fehlen. Gründe hierfür sind Lücken in der biographischen Schullaufbahn aufgrund von Migration, Hindernisse bei der Anmeldung an den Neuköllner Grundschulen, späte Einschulung und Zuordnung zur Klassenstufe nach Jahrgang des Kindes und in einigen Fällen der Besuch von Sprachklassen, in denen kein oder nur selten Mathematikunterricht erfolgt. Eine Folge ist, dass das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten des Zählens und Rechnens sowie eine selbstständige Aneignung neuer Rechentechniken sinken.

Während der Mathe-Ferienschule wurden mathematische Fähigkeiten und Kompetenzen in alltagsbezogenen Kleinprojekten handlungs- und situationsbezogen vermittelt. Dank einer Kooperation mit der Hermann-Boddin-Grundschule konnten sowohl die Schulküche als auch zwei separierte Klassenräume genutzt werden. Zudem konnte der nahegelegende Boddinplatz für Aktivitäten im Freien genutzt werden. Die einzelnen Projekttage wurden mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen, das durch eine Kooperation mit der Berliner Tafel und mit Hilfe von Privatspenden ermöglicht werden konnte. Das gemeinschaftliche Frühstück ermöglichte den Kindern, die in vielen Fällen in einer prekären finanziellen Situation leben, eine ausgewogene Ernährung und damit Konzentration für die Lernprojekte.

Gefördert von:

 

 

 

Stadt der Kinder

Vom 24. bis 26. Juli gab es für uns einen Workshop der Jugendkunst Neukölln e.V.:

„Die Kinder fotografierten auf einem Kiezspaziergang ihre Umgebung und gestalteten aus den Fotos utopische Stadtentwürfe. Stell dir vor, eine Stadt sieht ganz anders aus! Wie möchten wir in einer Stadt leben? Auf unserem Gecekondu Platz präsentierten sie ihre Kunstwerke in den Hütten. Es war heiss, die Kinder waren quietschfidel und hatten tolle Ideen und wir hatten viel Spass miteinander.“

Webseite: http://gecekondu.mobi/bilder/workshop-stadt-der-kinder-amaro-drom-ev/

  

 

 

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